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Steine ...

Steinfeilen und Abziehsteine

Steine bekommt man im Handel meist nur in gesinterter oder gesägter Form und sie werden je nach ihrer Geometrie unter Bezeichnungen wie „Steinfeile“ oder „Abziehstein“ angeboten.
Diese Steine kann man für das Entfernen von Graten, zum Facettieren von Kanten und für das Schärfen von Schneiden verwenden. Für den Gebrauch auf geschliffenen Stahlflächen sind sie meistens ungeeignet, weil sie nur mit wenigen Spitzen aufliegen und daher die Oberfläche zerkratzen.




Prüfsteine und Korrektursteine:

In der betrieblichen Praxis ist es erforderlich, dass ebene Flächen vor dem Zusammenfügen auf (meist örtlich begrenzte) Ebenheitsfehler geprüft werden. Durch den Gleitwiderstand des Steines muss man erkennen können, ob die Fläche einwandfrei ist, oder ob Grate, Aufstauchungen (zufolge eines Schlages), Schmutz, oder verriebene Stellen vorliegen.
Ferner muss man mit einem Korrekturstein diese Erhebungen wegschneiden können, ohne die benachbarte ebene Fläche in Mitleidenschaft zu ziehen.
Die Arbeitsfläche eines solchen Steines muss also ebene Anteile haben, damit sie eine ebene Werkstückfläche nicht zerkratzt und sie muss neben Schneiden auch Zwischenräume haben, damit der Abtrag Platz findet.
Damit ein Stein diese Eigenschaften erhält, muss er entsprechend bearbeitet werden. Die Oberfläche darf dabei aber nicht vollkommen glatt werden, sondern sie muss danach qualitativ folgendes Aussehen haben:


Typisches Profil eines Prüf- und Korrektursteines:

Ein Anteil seiner Oberfläche ist eben und er kann zur Prüfung der Ebenheit verwendet werden, weil er die Oberfläche nicht zerkratzt. Die Vertiefungen ermöglichen jedoch feine Grate und kleine Aufstauchungen wegzuschneiden.




Typisches Profil eines Prüfsteines:

Ein großer Anteil seiner Oberfläche ist eben und er soll daher fast nur für Prüfungen verwendet werden, um die Qualität der Oberfläche zu erhalten.



Ein dichter und glatter Stein ohne Vertiefungen ist, auch wenn er zu 100% eben ist, für obige Zwecke nicht gut geeignet, weil er keinen Platz für die Aufnahme von Spänen hat und nur seine Außenkanten als Schneiden zur Verfügung stehen.



Grundsätze zur Verwendung und Behandlung der Steine:

  • Wähle immer die Steinqualitat, die zur Arbeit passt. Verwende nicht einen feinen Stein bzw. Prüfstein, um eine verriebene Stelle oder einen etwa 0,03mm hohen Grat weg zu arbeiten. Der Stein würde Schaden nehmen.

  • Wenn man mit dem Prüfstein eine Erhöhung geortet hat, dann ist zunächst zu entscheiden, mit welchem Werkzeug die Erhöhung weggearbeitet werden soll. Bei Graten an ungehärteten Teilen ist meist ein Schaber oder eine HSS-Feile vorzuziehen, bei Graten an gehärteten Teilen ist meist eine Steinfeile besser. Nur bei Erhöhungen mitten in Flächen hat man oft keine andere Möglichkeit, als einen Korrekturstein einzusetzen. Dabei muss der Grundsatz gelten:
    Gib dem Stein Zeit, die Erhöhung abzutragen!
    D.h. führe den Korrekturstein über der Erhöhung geduldig hin und her und drücke nur sachte drauf, bis der Stein die Stelle eben geschliffen hat und er satt auf der Werkstückfläche aufliegt. Auf den Stein stark zu drücken ist falsch, weil damit der Stein und mitunter auch das Werkstück beschädigt werden.
    Wenn es die Örtlichkeit zulässt, so ist es besser, die Erhöhung von der Seite her wegzuarbeiten. Führe den Stein auf dem einwandfreien Teil der Fläche hin und her, sodass sich nur der Rand der Erhöhung und der Rand des Steines berühren. Die Fläche des Steines wird dabei nicht so stark beansprucht. Aber auch bei dieser Methode muss man sich gedulden.

  • Steine, die man, wie oben beschrieben, zum Abtragen von Werkstoff verwendet, häufen in ihren Poren und Vertiefungen Abrieb an. Man muss sie daher von Zeit zu Zeit reinigen. Dies kann durch Auswaschen mit Petroleum und Bürsten mit einem steifen Pinsel (oft reicht eine alte Zahnbürste) geschehen.
    Dabei stellt man oft fest, dass sich größere Metallspäne nicht aus den Vertiefungen lösen. Sie müssen aber entfernt werden, weil sie oft aus der Fläche heraus schauen und den Stein uneben machen. Diese Späne müssen dann mit einer Reißnadel oder einem anderen spitzen Werkzeug einzeln entfernt werden. Besonders deutlich spürt man vorstehende Späne, wenn man den Stein sachte über eine geschliffene Zylinder- oder Kegelfläche gleiten lässt.

  • Es soll hier auch erwähnt werden, dass man mit einem Prüfstein die Qualität einer geschliffenen ebenen Fläche sehr gut prüfen kann. Fahre dazu mit dem Stein die Fläche ab und drücke leicht drauf. Es zeigen sich dann gleich alle Erhöhungen und Vertiefungen, wie sie zum Beispiel eine leicht unwuchtige Schleifscheibe erzeugt, auch wenn diese nur ein Zehntel Mikrometer schlägt.

Ein Korrekturstein wird bei sorgfältiger Behandlung im Laufe langjähriger Verwendung immer feiner; er wird zu einem Prüfstein.

Diese Steine werden von uns in entsprechender Prüfqualität gefertigt. Entsprechende Geometrie vorausgesetzt, können wir auch Ihre Steine auf die eintsprechende Prüfqualität bringen.



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